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| Welches sind
die wichtigsten Lebensthemen? Glück ist wohl eines (daher gibt es
das Glücksarchiv), Liebe ist wohl ein anderes wichtiges,
und daher gibt es neu die Webseite liebewohl.de:
Alles zu den Themen Liebe, gelingende Partnerschaft, sich verlieben,
Krisen bewältigen, sich trennen, Single sein. |
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Was ist Zen?
Einst fragt ein Mönch Zenmeister Jôshû: "Was ist
Zen? Bitte, unterweise mich." Jôshû erwiderte: "Hast
Du schon gefrühstückt?" "Ja, Meister",
antwortete der Mönch. "Dann", sagte Jôshû zu ihm,
"spüle Deine Schalen."
Zen ist eine Lebens- und Geisteshaltung, die auf den
folgenden Grundlagen basiert:
Üben der Aufmerksamkeit
Zen bedeutet, im Augenblick zu leben, den Augenblick
wahrzunehmen; in der Konsequenz heißt das auch, ihn nicht zu
beurteilen, da eine Beurteilung schon die Wahrnehmung
einschränkt.
Den Geist beruhigen
Zen bedeutet, die Gedanken zur Ruhe bringen, die in uns sind,
z.B. durch Konzentration auf unseren Atem, eventuell kombiniert
mit einfachen Zählübungen.
Konzentriertes Handeln
Zen bedeutet, eins zu werden mit den eigenen Handlungen.
Zenmeister praktizieren z.B. eine Teezeremonie, in deren Verlauf
sie höchst konzentriert Tee für die Teilnehmer zubereiten.
Nichts erreichen wollen
Zen bedeutet zu tun, was der Augenblick verlangt, ohne schon
an das nächste oder größere Ziel zu denken.
Unabhängig sein von allem
Zen bedeutet, weiter zu gehen, da tun, was dieser Moment
verlangt, egal ob der Moment gut oder schlecht ist. Leben
heißt, den Weg zu gehen, der im Augenblick vor Dir liegt.
Zen kann man einfach machen, es ist das
alltägliche Leben selbst, das man nicht lernen braucht. Dennoch
ist es unter Umständen ratsam, sich in die Obhut eines
Zenlehrers oder Zenmeisters zu begeben und in einem Zenkloster
oder Zenzentrum zu üben. Auch haben sich im Zen im Laufe der
Zeit verschiedene traditionellen Wege etabliert, die das Üben
erleitern sollen. Dazu gehören: das (meditative) Sitzen
(Zazen), das (meditative) Gehen (Kinhin), der Teeweg / die
Teezeremonie (Chadô), Blumenstecken (Ikebana), Kalligraphie
(Shodô) sowie verschiedene Sportarten wie Tai Chi, Qi Gong,
Schwertkampf (Kendô) und Bogenschießen (Kyûdô)
Einst fragte ein Vinaya-Lehrer einen Zen-Meister:
"Wie übst Du Zen in Deinem täglichen Leben?" Der
Meister antwortete: "Wenn ich hungrig bin, esse ich. Wenn
ich satt bin, spüle ich meine Eßschale. Wenn ich müde bin,
schlafe ich."
Der Lehrer erwiderte: "Das tut jeder. Übt also jeder Zen
wie Du?" Der Zenmeister erklärte: "Nein, nicht in
gleicher Weise." Der Lehrer fragte: "Warum nicht in
gleicher Weise?" Der Meister lächelte: "Wenn andere
essen, wagen sie nicht zu essen. Ihr Denken ist angefüllt mit
unendlich vielen Überlegungen. Darum sage ich: nicht in
gleicher Weise." |
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