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| Welches sind
die wichtigsten Lebensthemen? Glück ist wohl eines (daher gibt es
das Glücksarchiv), Liebe ist wohl ein anderes wichtiges,
und daher gibt es neu die Webseite liebewohl.de:
Alles zu den Themen Liebe, gelingende Partnerschaft, sich verlieben,
Krisen bewältigen, sich trennen, Single sein. |
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Der amerikanische Psychologe Abraham H. Maslow hat schon 1962
in einem seiner Bücher die Theorie aufgestellt, dass wir
Menschen von zwei Arten von Bedürfnissen beeinflusst
werden: den Defizit- und den Wachstumsbedürfnissen. Es gibt
vier Bereiche bei den Defizitbedürfnissen und einen Bereich bei
den Wachtumsbedürfnissen:
Defizitbedürfnisse 1:
Körperliche Bedürfnisse
Durst, Hunger, Sexualität,
Schlaf, Bedürfnis nach Bewegung / Anregung / Erregung / Ruhe,
Schutz vor Witterung
Defizitbedürfnisse 2:
Sicherheitsbedürfnisse
Stabilität, Zuverlässigkeit, Regeln, Ordnung, Gesetze und
Grenzen, Freiheit von Angst /
Bedrohung / Chaos, Schutz der Existenz, des Arbeitsplatzes
und Eigentums, Altersvorsorge, Gesundheit
Defizitbedürfnisse 3:
Soziale Bedürfnisse
Zuneigung, Abneigung gegen Einsamkeit / Ablehnung / Fehlen
von Freunden, Kommunikation, Kontakt, Bedürfnis nach Akzeptanz
der eigenen Person, Liebe,
Geborgenheit, Mitgliedschaft, Sorgen und Umsorgen, „dazu
gehören"
Defizitbedürfnisse 4:
Bedürfnis nach Achtung
Stärke, Erfolg, Tüchtigkeit, Macht und Wissen, Anerkennung,
Prestige, Status, Aufmerksamkeit, Bedeutung, Respekt,
Selbstbestätigung, „differenziert sein von anderen"
Wachstumsbedürfnisse:
Selbstverwirklichung
Volle Ausschöpfung und Entfaltung des im Menschen
angelegten Potentials und das Ausleben der Einzigartigkeit.
Weltverständnis, Spontaneität, Natürlichkeit, Zielorientiertheit,
Wunsch nach Alleinsein, Autonomie, Aufgeschlossenheit,
Gemeinschaftsgefühl, Kreativität, Individualität,
Selbstentfaltung, Selbstwertgefühl, Gestaltung des eigenen
Lebens und der Umwelt, Ausschöpfung
des eigenen Potentials
Maslow bringt die Defizitmotive und die Wachstumsmotive in
eine hierarchische Anordnung (die Maslowsche
"Bedürfnispyramide"). Die höheren Bedürfnisse
innerhalb der Hierarchie werden erst dann wichtig bzw.
verhaltenswirksam, wenn die darunterliegenden Bedürfnisse
befriedigt sind. Die physiologischen und Sicherheitsbedürfnisse
(auf den untersten beiden Stufen der Bedürfnis-Hierarchie)
haben Priorität und höchste Motivationskraft, solange sie
unbefriedigt bleiben. Die Bedürfnisse einer höheren Ebene
können nicht motivieren, solange Bedürfnisse der unteren
Schichten nicht angemessen befriedigt sind
Maslow glaubt, dass
- die Nichterfüllung von Defizit-Bedürfnissen Krankheit
hervorruft
- ihre Erfüllung Krankheit vermeidet
- der Mensch Defizit subjektiv als bewusste oder unbewusste
Sehnsucht und mit einem Gefühl des Mangels und der
Entbehrung erlebt
- bei einem gesunden Menschen Defizit-Bedürfnisse inaktiv,
unwichtig oder sogar abwesend sind.
Maslows Theorie ist umstritten, bietet aber gute Anregungen
sich damit auseinanderzusetzen, was für einen selbst wichtig
und was unwichtig ist.
In neuerer Zeit hat Steven Reiss ergänzende interessante
Ergebnisse zum Thema "Lebensmotive"
vorgelegt. |
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