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| Welches sind
die wichtigsten Lebensthemen? Glück ist wohl eines (daher gibt es
das Glücksarchiv), Liebe ist wohl ein anderes wichtiges,
und daher gibt es neu die Webseite liebewohl.de:
Alles zu den Themen Liebe, gelingende Partnerschaft, sich verlieben,
Krisen bewältigen, sich trennen, Single sein. |
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Im Zusammenhang mit Glück stößt man immer wieder auf das
Thema Achtsamkeit. Achtsam sein bedeutet, innere und
äußere Vorgänge mit ungeteilter, entspannter Aufmerksamkeit
zu beobachten und "das ganze Bild" aufnehmen. Dabei
basiert Achtsamkeit auf den folgenden vier Voraussetzungen:
- Über-Bewusstheit: Wir verlieren uns nicht in einer
Tätigkeit, sondern sind uns bewusst, dass wir etwas
Bestimmtes tun
- Nicht abgelenkt sein: Unsere Wahrnehmung wird nicht
beeinträchtigt durch Grübeleien, Zukunftssorgen, Gefühle
oder andere Störungen
- Neutralität: Wir beurteilen oder bewerten nicht
das Wahrgenommene, auch wenn uns etwas bereits bekannt
vorkommt und wir gerne auf Vorurteile oder Erfahrungen
zurückgreifen möchten. Wir registrieren die Geschehnisse,
ohne Gedanken oder Gefühle einzuklinken
- Perspektivenwechsel: Wir sind uns bewusst, dass
unsere Sichtweise falsch, beschränkt oder einengend sein
kann, weil Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven
betrachtet werden können
Achtsamkeit
ist mehr als nur Konzentration: Konzentration heißt, sich auf
einen Gedanken oder ein Objekt zu fokussieren, sie wird z.B.
gebraucht beim Lösen von Rechenaufgaben. Achtsamkeit dagegen
brauchen wir bei neuen oder kreativen Aufgaben, wenn wir also
nicht auf Bekanntes beziehen können.
Achtsam sind wir nicht, wenn wir mehrere Dinge
gleichzeitig oder automatisiert erledigen, wenn eingeschliffene
Gewohnheiten uns steuern oder wir Lösungswege nur aus einer
Quelle beziehen. Die Möglichkeit von Veränderung wird dabei
ausgeblendet. "Immer wenn wir glauben, etwas schon zu
wissen, sind wir nicht mehr präsent. Und wenn es wichtig wäre,
präsent gewesen zu sein, leiden wir unter den Folgen",
meint die Sozialpsychologin Ellen Langer.
Achtsamkeit ist auch das zentrale Thema im Zen,
entwickelt im 6. Jahrhundert in China. Zen heißt, im Augenblick
zu leben, ohne ihn zu beurteilen, den Geist zu beruhigen,
konzentriert zu handeln, nichts erreichen zu wollen und
unabhängig von allem zu sein.
Was können wir tun, um Achtsamkeit zu lernen? Ellen Langer
meint dazu: "Achtsamkeit lässt sich am besten erreichen,
wenn man von vornherein vermeidet, unachtsam zu sein. Um
Unachtsamkeit zu vermeiden, müssen wir uns klar machen, dass
die Wahrheit jeder Information von ihrem Kontext abhängt. Wenn
wir also etwas wahrnehmen, sollte uns bewusst sein, dass es sich
nie um eine absolute Tatsache handelt. Um achtsam zu bleiben,
müssen wir einen gesunden Respekt vor Unsicherheit kultivieren.
Um einer Sache achtsam zu begebnen, sollten wir aktiv und
bewusst nach Unterschieden suchen. Das tun wir nicht, sobald wir
glauben, ein Ding, einen Ort oder einen Menschen bereits in- und
auswendig zu kennen. Die Erwartungen von etwas Neuem dagegen
hält uns wachsam und achtsam."
(Quelle: u.a. Psychologie heute 7/04)
Eine Geschichte
Glücklich sein
Ein Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen
Beschäftigungen immer so glücklich sein könne.
Er sagte:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich ..."
Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
"Das tun wir auch, aber was machst Du darüber
hinaus?"
Er sagte wiederum:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich ... "
Wieder sagten die Leute:
"Aber das tun wir doch auch!"
Er aber sagte zu ihnen:
"Nein -
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel."
Zitate
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der
bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade
gegenübersteht, das notwendigste Werk ist stets die Liebe.
(Meister Eckehart)
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