Glücksarchiv
Arbeit

Home    Forum     Neues     Links     Suche

Allgemeines
Forschung
Übersichten
Spezielles
Krimskrams
 
Welches sind die wichtigsten Lebensthemen? Glück ist wohl eines (daher gibt es das Glücksarchiv), Liebe ist wohl ein anderes wichtiges, und daher gibt es neu die Webseite liebewohl.de: Alles zu den Themen Liebe, gelingende Partnerschaft, sich verlieben, Krisen bewältigen, sich trennen, Single sein.

Unsere Einstellung zu "Arbeit" ist bemerkenswert widersprüchlich:
Untersuchungen zeigen, dass sich Menschen bei der Arbeit im Allgemeinen geschickt und herausgefordert fühlen und daher glücklich, stark, kreativ und zufrieden sind. In der Freizeit fühlen sie sich dazu im Vergleich eher traurig, schwach, gelangweilt und unzufrieden. Dennoch wollen viele Menschen, wenn sie gefragt werden, weniger arbeiten und mehr freie Zeit haben. Es scheint, dass wir unsere eigenen Erfahrungen missachten und eher von Vorurteilen geleitet sind, wenn wir Arbeit beurteilen.

Neben diesem Sachverhalt kann Unzufriedenheit bei der Arbeit folgende Quellen haben:
1. Mangel an Abwechslung und Herausforderung.
2. Konflikte mit Kollegen, besonders mit Vorgesetzten.
3. Ausgebrannt sein (zu viel Druck, zu viel Stress, zu wenig Zeit für sich und für die Familie.)

Zwei Menschen auf dem Weg zur ArbeitDie Arbeitsinhalte selbst spielen weniger oder gar keine Rolle bei unserer Beurteilung. In den meisten Fällen kann jeder Beruf angenehmer gemacht werden, indem die Tätigkeit reichhaltiger gemacht oder indem der Beruf selbst verändert wird. Je besser die Ziele eines Berufes bzw. einer Tätigkeit definiert sind, umso einfacher ist es für den Ausübenden, Flow zu erleben. Das gleiche gilt, je mehr direktes Feedback bei der Arbeit gegeben wird.

Der Entdecker des "Flow"-Prinzips, Mihaly Csikszentmihalyi, hat zusätzlich in den letzten Jahren zusammen mit zwei anderen amerikanischen Wissenschaftlern im Good Work Project untersucht, wann wir "gute Arbeit" machen. Dabei ist "gut" tatsächlich im doppelten Wortsinn zu verstehen: Die Arbeit tut uns gut und sie ist gut. Sie fanden dabei durch Hunderte von Interviews drei Aspekte, die zu diesem Ziel führen: Mission, Vorbild und eigene Moral.

Im Detail lassen sich daraus die folgenden Aufgaben bzw. Fragen ableiten:

Mission

Bestimme die zentrale Mission Deiner Arbeit.

Frage Dich:
- Welches gesellschaftliche Bedürfnis wird durch die Ergebnisse meiner Arbeit befriedigt (z.B. Kranke heilen, Gerechtigkeit gewährleisten, Wissen weitergeben, ...)
- Warum sollte die Gesellschaft die Art von Arbeit, die ich tue, mit Status oder Privilegien belohnen?

Ziel:
Sich mit der gesellschaftlichen Verantwortung des eigenen Berufes auseinander setzen

Vorbild

Suche Dir Vorbilder und lerne von ihnen.

Frage Dich:
- Welcher Kollege wird seinem Beruf oder seiner Berufung am besten gerecht und warum? (Mehrere Nennungen sind möglich)
- Welche "Qualitätsnormen" gibt es innerhalb meiner Berufssphäre?

Ziel:
Anschauungen und Strategien beruflicher Vorbilder kennen

Eigene Moral

Entwickle ein Gespür für die eigene moralische Identität.

Frage Dich:
- Bin ich auf mich und meine Arbeit stolz, wenn ich morgens in den Spiegel schaue?
- Würde ich in einer Welt leben wollen, in der sich jeder so verhält wie ich?
- Welche moralischen Grenzen möchte ich in meiner Arbeit nicht überschreiten und warum?

Ziel:
Sich über die eigene moralische Identität im Klaren sein.


Zitate

Glück ist gelungene Arbeit.
(Wolfgang Mattheuer, Maler)

Impressum    Kontakt    Sitemap
www.gluecksarchiv.de
Alles zum Thema "Glücklich sein"