Glücksarchiv

Lachen

Lachen und seine Auswirkungen auf unsere Gefühle und die Gesundheit wird seit den 60er-Jahren erforscht. Fest steht: Lachen verändert unsere Stimmung ins Positive. Daneben hat Lachen aber noch weitere positive Wirkungen auf die Gesundheit:

  • Die Sauerstoffversorgung des Gehirns steigt an
  • Glückshormone und schmerzstillenden körpereigenen Substanzen werden freigesetzt
  • Stress wird abgebaut durch verminderte Produktion der Stresshormone Adrenalin und Cortisol, dadurch kommt es zu einem besseren und erholsameren Schlaf
  • Die Verdauung wird angeregt aufgrund der Massage des Magen-Darm-Bereichs durch das Zwerchfell
  • der Kreislaufs wird aktiviert durch einen kurzfristigen Anstieg des Blutdrucks
  • die Immunabwehr wird gestärkt
  • die Gesichtsmuskeln werden entspannt
  • Botenstoffen (z.B. Gamma-Interferon) werden aktiviert, die z.B. die Vermehrung von Tumorzellen hemmen.

Während Kinder ungefähr 400 Lacher am Tag haben, lachen Erwachsene durchschnittlich nur noch 15 Mal. Verschiedene Studien haben außerdem ergeben, dass vor 40 Jahren drei Mal mehr gelacht wurde als heute.

Die Wissenschaft vom Lachen (Gelotologie)

In den 60er Jahren begannen Wissenschaftler, die körperlichen und psychischen Auswirkungen des Lachens zu untersuchen. Berühmte Lachforscher (Gelotologen; vom griechischen gelos: Gelächter) aus den Bereichen Psychologie, Psychiatrie und Sozialwissenschaften waren und sind:
Gregory Bateson, William Fry, Paul Watzlawick, Peter Derks, Michael Titze, Peter Hain und Christof Eschenröder.

Dr. Hunter "Patch" Adams und die Humor-Medizin

Schon 1971 entdeckte Dr. "Patch" Adams, dass Patienten schneller genesen wenn sie öfter lachen. Der breiten Öffentlichkeit wurde er jedoch erst 1999 durch die Verfilmung seines Lebens und seiner Aktivitäten bekannt. Seiner Meinung nach ist Lachen oft die beste Medizin, daher tritt er selbst vor seinen Patienten als Clown auf und arbeitet mit (in der Fachwelt kontrovers diskutierten) erfrischenden bzw. verrückten Methoden. In Arlington, VA, USA gründete er ein Humor-Krankenhaus, das "Gesundheit! Institute". Seit Beginn der 90er Jahre wurden seine Ideen auch in Europa populär. Inzwischen arbeiten in Deutschland mehr als 150 Kliniken und Pflegeeinrichtungen nach seinen Methoden.

Norman Cousins - "Der Arzt in uns selbst"

Der Wissenschaftsjournalist Norman Cousins ist ein weiteres Beispiel für die positiven Auswirkung von Lachen. In seiner Autobiografie "Der Arzt in uns selbst" beschreibt er seine von ihm erfundene Lachtherapie, mit der er seine Krankheit, eine chronische Entzündung der Wirbelsäule, durch Lachen selbst heilte und dabei den Blick einer weiten Öffentlichkeit auf sich richtete.

Dr. Madan Kataria und das Lach-Yoga

Dr. Kataria ist Erfinder des Lach-Yoga und war 1995 Gründer des ersten sog. Lachclubs in Mumbai (Bombay), Indien. Lachyoga beinhaltet Atemübungen, Dehn- und Streckübungen sowie Anleihen aus dem Yoga, mit denen Körper, Geist und Seele in einen Zustand gebracht werden sollen, in dem sich das Lachen verselbständigt. Das zunächst künstliche Lachen wird nach kurzer Zeit automatisch zum echten Lachen mit allen positiven Effekten auf den Körper und die Psyche. Inzwischen gibt es überall auf der Welt eine Vielzahl von Lachclubs, so auch in Deutschland


Zitate

"Wenn man richtig lacht, vergisst man sich selbst. In diesem Zustand empfindet man eine Menge positiver Gefühle."
(Dr. Madan Kataria)

"Going through the motions triggers the emotions."
(David Myers)