|
Allgemeines
|
|
|
|
Forschung
|
|
|
|
Übersichten
|
|
|
|
Spezielles
|
|
|
|
Krimskrams
|
|
|
| Welches sind
die wichtigsten Lebensthemen? Glück ist wohl eines (daher gibt es
das Glücksarchiv), Liebe ist wohl ein anderes wichtiges,
und daher gibt es neu die Webseite liebewohl.de:
Alles zu den Themen Liebe, gelingende Partnerschaft, sich verlieben,
Krisen bewältigen, sich trennen, Single sein. |
|
Zum Thema Glück und Unglück gibt es einige falsche
Annahmen, die uns unter Umständen den Umgang mit dem Glück
erschweren. Die häufigste Falschannahme ist: "Unglück ist
das Gegenteil von Glück". Eine andere falsche Annahme ist:
"Wenn wir nicht (mehr) unglücklich sind, sind wir
glücklich".
Vielleicht kommen die Irrtümer aus der Doppeldeutigkeit des Wortes
"Glück" in der deutschen Sprache. Es mag sein,
dass "Unglück haben" das Gegenteil von "Glück
haben" ist (z.B. beim Glücksspiel). Bei der Emotion
"Glück" ist jedoch "Unglück empfinden" nicht
das Gegenteil von "Glück empfinden". Glücksforscher
haben Anhaltspunkte dafür gefunden, dass Glück und Unglück
voneinander unabhängig auftreten:
- Hirnforscher haben festgestellt, dass positive und
negative Gefühle im Gehirn an unterschiedlichen Stellen
erzeugt werden. Bei negativen Gefühlen
("Unglück") ist eher die rechte Seite des
Stirnhirns aktiv, bei positiven Gefühlen
("Glück") die linke Seite.
- Negative Gefühle schließen positive Gefühle nicht aus.
Weder physiologisch (also körperlich), noch emotional gilt
ein "Entweder - oder", wir können uns
gleichzeitig glücklich und unglücklich fühlen.
Psychologische
Glücksforscher haben festgestellt, dass wir uns glücklich
fühlen, wenn in unserem Leben die Zahl der positiv empfundenen
Momente die negativen überwiegt. Glück kann bzw. muss aktiv
hergestellt werden und entsteht nicht einfach passiv, durch das
Wegfallen von Unglücklichsein, Schmerz oder Stress. Nach einem
sollen Wegfall sind wir bestenfalls in einem neutralen Zustand,
aber damit noch nicht glücklich. Die Psychologie hat diesen
Sachverhalt erkannt und dafür den neuen Forschungsbereich "Positive
Psychologie" gegründet.
Dass positive oder negative Gefühle stark von uns selbst
abhängen, zeigt der Psychologe Paul Watzlawick in seinem gut
lesbaren Buch "Anleitung
zum Unglücklichsein" an vielen Beispielen. Dem Willen
zum Glück fällt demnach eine bedeutende Rolle zu. Dabei zeigt
sich eine überraschende Übereinstimmung zwischen der antiken
Philosophie, dem Buddhismus und den modernen
Neurowissenschaften, die alle behaupten: Glücksgefühle sind
eine Folge der richtigen Gedanken und Handlungen, die durch
Wiederholungen und Gewohnheiten trainiert werden können.
Zitate
Das kleine Gegenteil von Glück ist Langeweile, das große
Gegenteil die Depression.
(Stephan Lermer, Psychotherapeut und Schriftsteller)
|
|