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| Welches sind
die wichtigsten Lebensthemen? Glück ist wohl eines (daher gibt es
das Glücksarchiv), Liebe ist wohl ein anderes wichtiges,
und daher gibt es neu die Webseite liebewohl.de:
Alles zu den Themen Liebe, gelingende Partnerschaft, sich verlieben,
Krisen bewältigen, sich trennen, Single sein. |
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Die Glücksforschung hat als Ergebnisse eine ganze
Reihe von korrelativen Beziehungen zwischen bestimmten Faktoren
und "Glück" gefunden.
Korrelation bedeutet, dass beim Vorhandensein eines Faktors
auch der andere Faktor vorhanden ist und dass beim
Nicht-Vorhandensein des einen auch der andere nicht vorhanden
ist. Korrelation bedeutet nicht, dass ein Faktor vom anderen
abhängig ist. Wenn also eine Korrelation zwischen z.B.
"Aktivität" und "Glück" besteht, so
bedeutet es nicht zwangsläufig, dass "Aktivität"
Glück erzeugt. Es kann z.B. auch bedeuten, dass Glück aktiv
macht oder sowohl Aktivität als auch Glück von einem weiteren
Faktor gleichzeitig beeinflusst werden.
Die folgenden Ergebnisse entstammen vielen verschiedenen
Studien, u.a. von den Forschern Wilson, Fordyce, Veenhofen und
Argyle. Sie wurden zusammengefasst von Philipp Mayring im Buch "Psychologie
des Glücks".
Biographische Faktoren
Die folgenden biographischen Faktoren haben eine Korrelation
mit "Glück":
- Extraversion
- Neurotizismus (negative Korrelation, d.h. es gibt
einen Zusammenhang zwischen hohem Neurotizismus und geringem
Glückserleben und umgekehrt)
- Soziabilität. Gute Sozialbeziehungen schaffen
positive Erlebnisse (Liebe, Vertrauen, Selbstwert).
- Aktivität. Aktivität erhöht die
Wahrscheinlichkeit angenehmer Erfahrungen
- Lebensstil. Dabei haben bestimmte Lebensstile
höhere Korrelationen mit Glück als andere. Hohe
Korrelationen finden sich z.B. beim Schaukelstuhlstil, also
einem eher passiven Lebensstil, aber auch bei einem aktiven
angriffslustigen Stil.
- Hoher Selbstwert
- Kontrollüberzeugung, also das kognitive Empfinden,
Dinge beeinflussen zu können. Dieser Faktor ist wichtig
für das Erreichen zentraler Lebensziele und für eine
zufriedene Lebenseinstellung.
- Ziele und Interessen, besonders die Entwicklung von
Lebenszielen.
- Aktives Involviertsein am Leben, d.h. ein
Sich-Öffnen, sensibel, spontan und produktiv sein
Lebenssinn gefunden haben, z.B. durch Religiosität)
Keine Korrelationen mit Glück finden sich bezüglich
Intelligenz, Geschlecht oder Reife der Persönlichkeit.
Objektive Lebensbedingungen
Die folgenden objektiven Lebensbedingungen haben eine
Korrelation mit "Glück":
- Sozioökonomischer Status. Hier gibt es
Zusammenhänge zwischen dem Glück und dem Einkommen, dem
beruflichen Status und dem Bildungsstand. Beim Einkommen ist
dabei vor allem die subjektive Einschätzung entscheidend,
nur bei sehr niedrigen Einkommen gibt es auch eine objektive
Korrelation. Arbeitslosigkeit hat eine hohe (negative)
Korrelation mit "Glück", Arbeitslose haben
deutlich niedrigere Glückswerte.
- Soziale Integriertheit, besonders der
Familienstand. Verheiratete sind glücklicher, allerdings
finden sich z.T. widersprüchliche Ergebnisse, und die
Qualität der Ehebeziehung ist mit entscheidend.
- Gesundheit. Zwischen der objektiven Gesundheit und
Glück gibt es eine zumindest schwache Korrelation. Zwischen
der subjektiver Einschätzung der Gesundheit und Glück gibt
es hohe Zusammenhänge.
- Positive Lebensereignisse. Sie verschaffen positive
freudige Erlebnisse und sind darüber korreliert mit
"Glück".
Kognitive Variablen
Die folgenden kognitiven Variablen haben eine
Korrelation mit "Glück":
- Subjektive Wahrnehmung der objektiven
Lebensbedingungen
- Sozialer Vergleich. Das Glücksempfinden wird
normiert an wichtigen Bezugspersonen oder -gruppen.
- Adaptationsniveau (Bezug auf internes langfristiges
Niveau)
- Vergleich mit eigenen Zielen
(Ziel-Erreichtes-Niveau)
Emotionale Faktoren
Vor allem die emotionale Gestimmtheit, d.h. eine gute
Stimmung, hat entscheidenden Einfluss auf die
Glücksselbsteinschätzung.
Handlungsfaktoren
Die folgenden Handlungsfaktoren haben eine Korrelation mit
"Glück":
- Bewältigung von negativen Lebensumständen
- Soziale Handlungen
- Aktive Handlungen
- Autotelische (autotelisch = Selbstzweck) Handlungen
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