Glücksarchiv

Etymologie des Begriffs "Glück"

Zur Etymologie (also der Entstehungsgeschichte) des Begriffs "Glück" gibt es die folgenden Erkenntnisse:

Die Vorläufer des Glücksbegriffs in der deutschen Sprache sind erst relativ spät bezeugt. Im Mittelhochdeutschen, um 1160, taucht das Wort 'g(e)lücke' auf, das wohl auf das altniederfränkische 'gilukki' und das mittelniederländisch '(ghe)lucke' zurückgeht. Auch im Mittelniederdeutschen findet sich das Wort 'gelucke'.

'(ghe)lucke' ist die Wurzel für das englische 'luck' und knüpft an das gotisch angelsächsische 'lukan', das altnordisch altfriesische 'luka', das angelsächsische 'lucan' und das althochdeutsche 'luhhan', das die Wurzel auch für den deutschen Begriff 'Luke' bildet. Von hier aus wurde auch versucht, die etymologische Wortbedeutung von Glück zu bestimmen, als die "Art, wie etwas schließt, endigt, ausläuft".

'G(e)lücke' meint den Beschluss, die Festsetzung, die Bestimmung und war zunächst eher juristisch gemeint. Im Laufe der Entwicklung wendete der Begriff sich ins Positive im Sinne von "was gut ausläuft, sich gut trifft" und bekam vom Altfranzösischen 'déstinée' einen schicksalhaften Sinn.

So war mit Glück ursprünglich ein positives Schicksal gemeint. Die weiteren heutigen Wortbedeutungen, vor allem Glück im Sinne von positivem Zufall, sind erst viel später dazugekommen.

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